Schrödingers Katze oder Das Spiel mit dem Feuer

Sicherlich hat jeder schon einmal von Schrödingers Katze gehört, dem bedauernswerten Viech, das mit einer 50-prozentigen Todeswahrscheinlichkeit in eine blickdichte Kiste eingesperrt wird und das anschließend zugleich tot ist und am Leben. Jedenfalls so lange, bis einer die Kiste öffnet und nachschaut.

Zwar gibt es das Bonmot, dies sei „sowohl Tierqälerei als auch keine Tierquälerei“. Es gibt viele paradoxe „Sowohl als auch“ Witze, die auch nach 83 Jahren noch auf Kosten von Schrödingers Katze gehen.  Tatsache ist, dass dabei niemals ein Tier zu Schaden kam. Keine Ahnung, ob dieser Schrödinger wirklich jemals mit einer Katze näher zu tun gehabt hat. Wenn  ja, bin ich mir sicher, dass er das Tier geliebt hat und dass es ihr gut ging. Denn es handelt sich her um ein reines Gedankenexperiment, auch wenn es nicht unbedingt politisch korrekt war. In diesem Sinne trifft der Vorwurf der Tierquälerei bestenfalls auf einer gedanklichen Ebene zu. Und ich denke, Schrödinger hat dieses Szenario extra gewählt, um seiner Hypothese einen  krassen Anstrich zu geben.

Zugegeben: Ich habe Schrödingers Katze nie so recht verstanden. Zumal einem jeder etwas anderes erzählt. In der ersten Version, die ich gehört habe, war so eine löchrige Metallscheibe im Spiel, wie sie in einer Küchenmacheine verwendet wird, um Gurken oder Mohrrüben kleinzuschnippseln. Diese Scheibe, die in hoher Geschwindigkeit am Rotieren ist, ist an der Wand der Box angebracht, in der sich die Katze befindet. Sie wird für eine Sekunde mit tödlichen Laserstrahlen beschossen.  Entweder trifft die Strahlung eines der Löcher oder nicht. Somit wäre die Katze anschließend entweder tot oder am Leben, unabhängig davon, ob ich nachschaue, oder nicht.  Jedenfalls lautet das Stichwort „Entweder – oder“ und nicht „Sowohl als auch“.  Abgesehen davon gibt es tödliche Laserwaffen bestenfalls in Science Fiction Filmen, aber m.W. nicht in der Realität.

Nachdem ich mich nun etwas schlauer gemacht habe, treffe ich noch immer auf unterschiedliche Varianten. Immerhin ist es mir deutlicher geworden, auf was Schrödinger hinaus wollte, denn in jeder der relevanten Versionen ist ein radioaktives Atom im Spiel, welches letztlich den Tod der Katze auslöst und sie zugleich verschont lässt. Da ich selbst kein Physiker bin, bin ich darauf angewiesen, den Erläuterungen der Fachleute zu folgen bzw. zu glauben. Allerdings habe ich auch keinen Anlass, daran zu zweifeln. Denn tatsächlich funktioniert ja auch in unser normalen Welt alles genau so wie von den Fachleuten berechnet. Wir beziehen unseren Strom aus der Kernkraft, es gibt Atomwaffen, die bereits 2 Städte dem Erdboden gleich gemacht haben und inzwischen zweifellos ganze Staaten innerhalb weniger Sekunden auslöschen können. Das ist die bittere Realität! Und zugleich hat das Ganze etwas Märchenhaftes.

Laut der Quantenphysik gelten auf atomarer Ebene ganz andere Gesetze als bei uns im Makrokosmos.  So hat ein Atom offenbar die Fähigkeit, sich an verschiedenen Orten  geichzeitig aufzuhalten bzw. muss dies sogar tun, um den Bestand unserer Welt zu gewährleisten. Ich bin überzeugt, manch ein Top-Manager würde für diese Möglichkeit sein halbes Vermögen hinlättern. Aber so funktioniert das wohl nicht.

Doch davon abgesehen, hat wohl auch die mikroskopische Ebene ihre Grenzen. Und diese liegt – so Schrödinger – in der Beobachtung.  Und zwar – darauf scheint er Wert zu legen – in der Beobachtung durch ein intelligentes Wesen. Und wer sollte das hier auf  Erden wohl sein wenn nicht wir Menschen. Zumindest nach dem Kenntnisstand von 1935, dem Geburtsjahr von „Schrödingers Katze“.

In einigen Videos zu dem Thema, die ich mir angeschaut habe, war die Rede davon, dass Energie zugleich Teilchen- und Wellenform annehmen kann, in anderen hieß es, ein Atom könne zugleich zerfallen und stabil bleiben. Als Nicht-Experte erscheint mir letzteres gedanklich noch eher greifbar. Nun koppelt Schrödinger in seinem Gedankenexperiment einen makroskopischen Mechanismus an den Zustand des Atoms. Daraufhin erzeugt dessen Zerfall mittels irgendwelcher Katalysatoren eine kleine Explosion, welche die Zerstörung einer Ampulle mit Giftgas und somit den Tod der armen Katze bewirkt. Zugleich bliebe die Katze aber am Leben, weil ja das Atom zugleich auch stabil bleibt. So weit, so verständlich. Da aber das Atom erst stillhält und sich für einen Zustand entscheidet, wenn es beobachtet wird, können wir beim Öffnen der Kiste das Resultat nicht nur sehen, so wie wir beim Öffnen des Backofens feststellen können, ob unsere Tiefkühlpizza „schon gut“ ist. Nein … wer diese Kiste öffnet, der hat das Resultat selbst beeinflusst! Durch was auch immer.

Nun habe ich noch eine ähnliche Versuchsanordnung entdeckt, die hat mich stutzig gemacht. Da ist nämlich eine Art Geigerzähler eingebaut. Sobald der ausschlägt, wird ein Hammer aus seiner Arretierung gelöst. Dieser zerschlägt die Ampulle mit Giftgas, alles andere läuft ab (und zugleich nicht) wie zuvor beschrieben. Allerdings – so meine Überlegung – ist doch hier die erforderliche „Beobachtung“ bereits gewährleistet, die das Atom in seiner Wandlung innehalten lassen sollte, nämlich durch das Messgerät! Reicht dem Atom das nicht? Nimmt das Atom so ein elektronisches Messgerät als Beobachter womöglich nicht ernst und macht daher fröhlich weiter mit seiner Wandlung, bis der Chef persönlich nachschauen kommt? Muss es also unbedingt ein Mensch sein, der seiner steigen Wandlung durch Beobachtung Einhalt gebietet? Wenn ja, warum?!?

Eben deshalb sehe ich ein erstaunlich märchenhaftes Element in einer Versuchsanordnung und Hypothese, die aus der Wissenschaft kommt.
Der Mensch als Gebieter über die Urgewalten – das ist ein Thema, das uns häufig im Märchen begegnet!
Sei es in den Märchen aus 1001 Nacht, wo der böse Dschinn letztlich in seine Flasche zurückgezwungen wird, oder beim „Zauberlehrling“, der irgendwann die Kontrolle verliert.

Natürlich ist das Thema auch der klassische Nährboden für Horrorfilme.

Wer kann schon mit Gewissheit sagen, was darüber entscheidet, ob die Katze beim Öffnen der Kiste lebt oder tot ist?
Ein Wissenschaftler würde vermutlich behaupten, es sei einfach nur der Zeitpunkt!
Als wenn dir in rascher Abfolge am Computer zwei verschiedene Grafiken vorgespielt werden und wenn du auf Enter drückst, bleibt das Bild halt stehen. Aber ist es wirklich so simpel?

Dem einen ist die Katze der beste Freund und einzige Ansprechpartner im Leben. Dem anderen sie ist ein fremdes Tier, das schon seit Wochen immer wieder seinen Vorgarten  verwüstet hat, und der ist echt sauer auf sie. Falls irgendeine Kraft im Spiel ist, die im Gegensatz zu uns Menschen an mehreren Orten gleichzeitig sein kann … warum sollte die das nicht auch wissen?!? Im einen Fall bleibt die Katze am Leben, im anderen Fall ist sie tot.

Wenn ich von Schrödingers Katze eines gelernt habe, so ist es dies:
Das Beschäftigung mit der Quantenphysik ist ein Spiel mit unbekannten Mächten.
Sollen mir die Fachleute das Gegenteil beweisen.
Ich wäre heilfroh drum, wenn sie’s könnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dringend gesucht: Neue Freunde!

„ES GIBT GUTE GRÜNDE,
MIT MIR BEFREUNDET ZU SEIN.

ZUM BEISPIEL
WIRKT FAST JEDER
ECHT SYMPATHISCH
NEBEN MIR!“

(mit einigen verdeutlichendenden Abwandlungen zitiert nach
Büro ist kein Ponyhof <ponyhof@news.buero-ist-kein-ponyhof.de>

 

Noch’n Witz!

An „Ken tu mi“ reicht in Sachen Lachflash bisher kein Daily Joke ran, aber das ist wohl auch nicht zu erwarten. Immerhin ist dieser hier einigermaßen geistreich und hintergründig:

Bill und Hillary Clinton waren mit dem Auto auf einer Landstrasse unterwegs. Sie hielten an einer kleinen Tankstelle. Der Angestellte, der den Tank füllte, sagte plötzlich zu Hillary: ‚Hi Hillary. Kennst du mich nicht mehr? Wir gingen miteinander während unserer Volksschulzeit.‘ Hillary erkannte nun ihren ehemaligen Liebhaber und die beiden sprachen über die alten Zeiten.

Später, als Bill und Hillary ihren Weg fortsetzten, sagte Bill: ‚Nun bist du sicher glücklich, dass du mich geheiratet hast. Hättest du den Tankstellenwärter genommen, dann wärst du jetzt nicht die Gattin des Präsidenten der Vereinigten Staaten.‘ – ‚Doch!‘, antwortete Hillary, ‚dann wäre er der Präsident der Vereinigten Staaten.'“

Ist der KUNDE wirklich noch KÖNIG?!?

Aufgrund der jüngsten Erfahrungen werde ich immer skeptischer, wenn irgendwelche Geschäftsleute behaupten, dass sie nur für ihre Kunden tätig werden.

Das analoge Kabelnetz wird angeblich abgeschaltet, um den Kunden den Weg in die digitale Zukunft zu ermöglichen. Dass es sich de facto um eine Zwangsmaßnahme handelt, wobei im Wesentlichen die Hersteller von TV-Geräten ihren Reibach machen, wurde bei dieser Propaganda natürlich geschickt ausgeblendet.

Auch der Discounter meines Vertrauens hat vor seinen Toren ein riesiges Transparent ausgehängt: „WIR BAUEN FÜR SIE UM!“  – WTF! Für mich hätte man nicht umbauen müssen. Ich war bisher eigentlich ganz zufrieden.

Weil ich mir im Nachhinein unschlüssig war, ob ich in meinem jugendlichen Überschwang nicht Blödsinn geschrieben habe (Stichwort „Millionenschwerer Umbau pro Filiale“), habe ich mal eine Suchmaschine befragt. Und siehe da: Ich habe einen Artikel gefunden, da ist die Rede von 2.250 Filialen, die mit einem Etat von insgesamt 5,2 Miliarden zwangsmodernisiert werden sollen.  Da kommt mein Taschenrechner tatsächlich auf einen Betrag von satten 2,3 Millionen pro Filiale. Ich werde den Artikel unten verlinken, da wahrscheinlich ohnehin jeder weiß, welcher Discounter gemeint ist.

In dem Artikel ist auch die Rede davon, dass es der Geschäftsleitung auf eine „Modernisierung“ ankommt. Vielleicht lebe ich ja hinterm Mond, aber ich kann mir nicht helfen: Ich persönlich hatte auch in Sachen Modernität bisher nichts zu bemängeln. Die Zeiten, in denen die Kassiererin jede Ware mühsam einzeln eintippen musste, gehören auch hier längst der Vergangenheit an. Zum Glück wurden auch hier irgendwann Scannerkassen eingeführt. Später zwar als bei allen Mitstreitern, aber besser spät als nie. Warum zum Geier muss jetzt auch noch der ganze Laden umgebaut werden?!?

Damals hat die Geschäftsführung hinterher gehinkt, zum Nachteil der Belegschaft und der Kundschaft. Jetzt scheint sie übers Ziel hinaus zu schießen – ebenfalls zum Nachteil der Belegschaft und der Kundschaft

Nach meinem Verständnis ist die Sachlage recht offensichtlich. Ich muss dazu nicht einmal irgendwelche wirren Verschwörungstheorien bemühen. Ich schätze mal, irgendemand in der Chefetage hat da irgendeinen „Big Deal“ ins Rollen gebracht. Warum, das weiß der Geier! Vielleicht nur, um sich persönlich zu profilieren.

Die Marketing-Abteilung arbeitet seither auf Hochtouren, um dem Endverbraucher die bittere Kost irgendwie schmackhaft zu machen.

Darunter zu leiden hat aber letztlich das „Fußvolk“. Allen voran „König Kunde“, der seine Ware nicht mehr am gewohnten Ort findet. Entsprechend das Personal in der Filiale, das wochenlang Nachfragen über sich ergehen lassen muss, bis sich die Kunden neu zurecht gefunden haben.

Was mich besonders irritiert: Während die „Big Shots“ von oben ihre einsamen Entscheidungen treffen – sei es in Sachen Analog-TV oder in Sachen Umgestaltung unserer Lebensmittelläden – nehmen die „kleinen Leute“ das klaglos hin.

Sogar Die Linke hatte m.W. beide Themen bislang eher nicht auf dem Plan, was mich echt enttäuscht hat! 😦

Hallo?!?
Da bestimmt die INDUSTRIE, wer künftig noch Fernsehempfang haben wird und wer nicht!! Wer sich das nicht leisten kann, soll halt Radio hören oder was.

Stattdessen schlagen sich die „kleinen Leute“ lieber gegenseitig medienwirksam die Köppe ein. Und das finde ich irgendwie traurig.

Das kommt mir fast so vor wie früher auf dem Schulhof.
Da mussten sich manche nach einer stressigen Stunde erstmal abreagieren, nachdem sie von einem arroganten Lehrer traktiert worden waren. Und die Lehrer wussten natürlich ebenfalls um ihre Machtposition. Also mussten Mitschüler dran glauben, die noch schwächer waren. Das arme Schwein von der Pausenaufsicht musste in den schwereren Fällen natürlich eingreifen, aber wirklich geändert hat das nichts an der Gesamtsituation.  Womöglich haben sich die lehrer das Pausengemetzlel dann auch noch achselzuckend bis erheitert angeschaut. Nur der Vertrauenslehrer wird sich hoffentlich seine Gedanken gemacht haben.
Aber wirklich ausrichten konnte der auch nix.
Auch ein Vertrauenslehrer ist nur ein Lehrer, der entsprechend in der Pflicht steht.

Ach, wisst ihr was … mir reicht’s so langsam!
Hier noch der versprochene Link.
Macht euch selbst ein Bild:

https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/modernisierung-aller-filialen-der-erfolgsdruck-auf-aldi-nord-waechst/21244252.html

 

 

Umbauten, die die Welt nicht braucht!

Nachweislich gibt es tendeziell einen Unterschied bei Frauen und Männern in Sachen Einkaufsverhalten. Zumindest was Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte betrifft.

Während Frauen jenseits ihrer Einkaufsliste gern bald hier, bald dort mal schauen, neigen wir Männer dazu, unsere Einkaufsliste abzuarbeiten, zu bezahlen und den Supermarkt als glückliche Kunden zu verlassen.

Als Kunde mit typisch männlichem Kaufverhalten bin ich somit dankbar darum zu wissen, wo die Waren stehen, die ich haben will und schon seit Jahren dort einkaufe. Insofern habe ich nicht die geringste Ahnung, wer von dem millionenschweren Umbau einer Filiale profitieren sollte. Irgendwer muss ja profitieren, ansonsten würde nicht so viel Geld investiert werden. Ich als Kunde habe jedenfalls nicht das Gefühl zu profitieren. Ganz im Gegenteil! Du irrst erstmal wie ein Bekloppter durch die Regale auf der Suche nach den Waren, die du käuflich erwerben willst und die jetzt ganz woanders stehen. Falls sie überhaupt noch da sind.

Ehrlich gesgt, kann ich mir auch nicht denken, dass irgendein Durchschnittskunde argumentiert:
„Hey, euer Sortiment liegt immer am selben Platz!
Jetzt räumt doch endlich mal um!“

Ich kann mich an einen anderen Umbau in den letzten Jahren erinnern.
Das betraf eine andere Ladenkette. Irgendwie konnte ich mich da aber mit der Zeit einfuchsen. Zumal ja jede Filiale etwas anders aufgebaut ist.

Aber in diesem Fall war es wirklich ein Albtraum.
Natürlich wirst du mit der Zeit auffällig, wenn du eine halbe Stunde lang durch das Geschäft irrst, ohne irgendwas aus dem Regal zu nehmen.  Und wenn du sogar einen Mitarbeiter fragst und trotz Erklärung nicht weiter kommst … dann bleibt dir am Ende nur, den Laden unverrichteter Dinge und mit nicht allzu positiver Stimmung im Herzen zu verlassen. Offenbar bin ich jetzt sogar schon zum Einkaufen zu blöd! So groß ist der Laden ja nun auch wieder nicht.

Falls es die Intention des Umbaus gewesen sein sollte, für diese Art von „Kundenzufriedenheit“ zu sorgen … Respekt! Dann ist es den Verantwortlichen vollauf gelungen! Zumal ich keinen Bock habe, diese Filiale in Zukunft nochmal aufzusuchen. Ich finde da ja erfahrungsgemäß doch nicht mehr auf Anhieb die Sachen, die ich suche.

Ich hätte noch die Option gehabt, den Laden zusammen zu brüllen oder noch ein zweites Mal nachzufragen und mich daraufhin wie ein Kleinkind an die Hand nehmen zu lassen. Nach beidem war mir irgendwie nicht.

Was mir echt Angst macht, ist, dass diese Umbaumaßnahmen offenbar flächendeckend durchgeführt werden. Auch eine andere Filiale, in der ich öfters einkaufe, ist davon betroffen. Vielleicht ist nach der Wiedereröffnung dann auch dort nichts mehr, wie es vorher war.

Mal ehrlich: Was soll der Scheiß …?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ab auf den Schrottplatz!

„TSCHÜSS, ANALOG-TV –

MOIN, DIGITALE ZUKUNFT!“

Ungelogen: Mit dieser überschwänglichen Schlagzeile feiert mein Kabel-Anbieter in seiner  jüngsten Hauspostille den Eintritt in ein neues TV-Zeitalter. Nicht, dass ich nicht eh schon Bescheid wüsste: Seit Anfang Juli geistert immer mal wieder ein „WICHTIGER HINWEIS“ als Bauchbinde durch mein Fernsehbild. Imerhin gewährt mir die Bauchbinde neuerdings noch ein paar Wochen Gnadenfrist.

Offen gestanden ist mir momentan überhaupt nicht danach, in den Jubelton mit einzustimmen. Wie schon im vergangenen Jahr der terrestrische Analog-Empfang wird jetzt auch der Kabelempfang auf ein ausschließlich digitales Angebot umgestellt. Und ebenso wie vor einem Jahr werden wieder mal fünktionstüchtige Geräte, die ich immerhin für gutes Geld erworben habe, nutzlos werden und in den Elektroschrott wandern müssen. Die Umwelt dankt! Stattdessen ist jeweils eine neue Lösung erforderlich, die dann natürlich auch wiederum mein Geld kostet.

Meine größte Sorge gilt gar nicht mal dem schweren Klotz von Röhrenfernseher, den ich vor paar Jahren gebraucht erworben und unter Ausschöpfung sämtlicher Körperkräfte rauf in den 8. Stock geschafft habe … obgleich ich mir jetzt schon Gedanken mache, wie ich das Ding demnächst auf den Schrottplatz befördern soll. Sie gilt auch nicht meinem analogen Festplattenrecorder, der mir jahrelang gute Dienste geleistet hat und bei dem in ein paar Wochen ebenfalls „Schluss mit lustig“ sein wird, sprich: Er wird nichts mehr aufzeichnen können.  Was soll’s! Ab damit auf den Schrottplatz!!!! Hallelujah!!!

Nein, meine größte Sorge gilt der Zukunft! Momentan gilt DVBT-2 bzw. DVBC-2 als Standard. Wer über entsprechende moderne Empfangsgeräte verfügt, ist momentan auf der sicheren Seite.  Aber was, wenn sich die Industrie in ein paar Jahren das nächste Upgrade einfallen lässt (und das wird der Fall sein)? Dann werden diese Geräte ebenfalls wertlos und nutzlos werden. Die Hersteller von Unterhaltungselektronik werden wieder Hochkonjunktur feiern. Die Schrottverwertung wird aufgrund des enormen Ansturms an Altgeräten irgendwann erneut die weiße Fahne schwenken. Und auf die armen Verkäufer  bei MediaMarkt & Co. werden wieder schwere Zeiten zukommen.  Weil eigentlich niemand so recht kapiert, warum er sein funktionstüchtiges TV-Gerät verschrotten muss, und die Kunden ihren Frust dort ablassen müssen, wo halt Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Solche Upgrades sind ein Beispiel für einen Fortschritt, der niemandem nützt außer denen, die ohnehin schon jede Menge Kohle haben. Ich für meinen Teil war bisher eigentlich ganz zufrieden. Die Ruinen und Blutbäder, die täglich in der Tagesschau gezeigt werden, muss ich mir nicht auch noch in HD Qualität reinziehen. Aber nein … es wurde von oben so verordnet, und darum müssen wir uns fügen! Diese Umstellung bedeutet für den Kunden bestenfalls eine Beibehaltung des Status Quo, ansonsten ist sie mit finanziellen Einbußen und Schwierigkeiten verbunden! Dies dürfte insbesondere die ältere Generation betreffen, die seit Jahr und Tag das TV-Programm per Röhrenfernseher verfolgt! Und die sich in ein paar Wochen wundern wird, warum sie plötzlich kein Fernsehprogramm mehr empfangen kann.

By the way: Mir ist bewusst, dass mein Kabelanbieter von oben Anweisung erhalten hat, seinen Kunden diese Entwicklung möglichst als positiv zu verkaufen. Ich hoffe jedoch, der Schreiber des Artikels hatte dabei nicht nur ein Gefühl des Triumphs im Bauch.

Cui bono?
Wem nützt dieser Fortschritt?!?

Den Endkunden an den Empfangsgeräten ganz gewiss nicht!

 

 

 

 

 

 

Wer kontrolliert mein Smartphone?!?

Um die Antwort gleich vorwegzunehmen:
Ich habe keine Ahnung!
Vielleicht ist da der Heilige Geist am Werk.
Oder der Satan.
Oder irgendwelche Außerirdische.
Oder irgendwelche Arschlöcher menschlicher Rasse.

Eines ist immerhin sicher: Wenn jemand mein Smartphone NICHT kontrolliert, dann derjenige, dem das eigentlich zustehen sollte, nämlich seinem Inhaber.
Sprich: Meiner Wenigkeit!

Was ist passiert?

Seit einiger Zeit bereitet mit der Touchscreen Probleme.
Wenn ich auf dem Wählfeld die 3 betätigen wollte, wurde stattdessen die 1 betätigt, wenn ich im Menü die Mitteilungen aufrufen wollte, wurde stattdessen irgendein andes Programm gestartet. Wenn ich dann ein wenig nachdrücklich über den Touchscreen gewischt habe, hat es dann aber auch wieder gepasst. Das hat mich nicht weiter gewundert, zumal die Oberfläche tatsächlich ein wenig lädiert ist.

Am Freitagabend dann der Supergau! Ich konnte auf der Oberfläche herumdrücken oder herumwischen wie ich wollte: Nichts ging mehr!!!
Noch am Nachmittag hatte ich problemlos den Wecker stellen und dann wieder ausschalten können, weil ich eh nicht schlafen konnte.

Irgendwann spät in der Nacht dachte ich mir nach unzähligen Versuchen:
Okay … das war’s dann wohl!
Allerdings bin ich nicht der Typ, der so rasch aufgibt.
So kam ich irgendwann im Laufe des gestrigen Abends auf die Idee, das Spmartphone an meinen Computer anzuschließen. Und siehe da: Mit einemmal hat der Touchscreen wieder einwandfrei funktioniert! Somit ist ein Hardware-Fehler eher auszuschließen.

Immerhin konnte ich vom Computer aus meine privaten Dateien sichern, die auf dem Smartphone gespeichert waren. Auch konnte ich irgendwelche seltsame Exec-Dateien löschen, die in einem Ordner namens „Private“ abgespeichert waren.

Ist damit alles wieder in Butter? Mitnichten!
Wie ihr euch vielleicht denken könnt, hätte ich ansonsten diesen Beitrag nicht geschrieben. Zwar hat hat der Touchstreen auch anschließend manchmal angesprochen, aber standardmäßig ist alles beim Alten … der Touchchscreen erweist sich als stocktaub.  Und zwar unabhängig davon, ob das Gerät an einen Rechner angeschlossen ist oder nicht. Ich habe keine Ahnung, wie jemand diese Funktion von außen beeinflussen sollte, zumal ich die Internetverbindung des Rechners zuvor getrennt und natürlich auch keine Karte im Telefon hatte.

Das Smartphone wurde mir seinerzeit von vodafone im Rahmen einer Vertragsverlängerung zur Verfügung gestellt. Kurz vor Ablauf des Vertrages gab’s jede Menge Telefonterror seitens des Anbieters. Allein das wäre schon ein Grund gewesen, den Vertrag nicht weiter zu verlängern. Auf jeden Fall habe ich entschieden, dass ich mit einer Prepaid-Lösung  besser dran bin!

Normalerweise würde ich sagen: Ab dafür auf die Elektroschrott-Halde, auf dass das Ding seinen Beitrag zur Vergiftung der Umwelt leiste. Leider sind in dem Gerät weiterhin jede Menge Rufnummern gespeichert, auf die ich ungern verzichten möchte. Per Computer bekomme ich keinen Zugriff auf diese Daten.
Und um die entsprechenden Datensätze auf die Sim-Karte zu überspielen, würde ich den Touchscreen benötigen. Der eben mal funktioniert und mal nicht. Momentan hat er sich grad mal entschieden, nicht zu funktionieren.

Vielleicht meldet sich ja jemand mit einer glorreichen Idee, wie sich das Problem lösen lässt.